Frauen und technische Berufe – das ist ein breites Entwicklungsfeld. Viel Luft nach oben, jedenfalls wenn man wie wir der Meinung ist, dass mehr Frauen den technischen Berufen und insbesondere den darauf basierenden Ideen Entwicklungen sehr gut tun würden. Deutschland ist da ja nachweislich ein Entwicklungsland, anders als viele andere Länder sind Frauen in technischen Berufen kaum zu finden.

OTTO nimmt das Thema ernst

Beackert hat dieses Feld am vergangenen Wochenende OTTO bzw. die dort initiierte Initiative PlanF. Mit der zum dritten mal stattfindenden Veranstaltung develop haben sie eine sehr professionelle, breit aufgestellte und sehr gut besuchte Veranstaltung auf die Beine gestellt. (Von mir) geschätzte 150 bis 200 Frauen und zum ersten mal auch Männer versammelten sich Freitag Abend und Samstag in Hamburg in den großzügigen und einladenden Räumen des konzerneigenen Coworkingspaces Collabor8, um in verschiedensten Workshops Einblicke in Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Bereich Softwareentwicklung zu erlangen.

developher – spannendes Format

Developher - mit Lego agile Methoden lernen

Developher – mit Lego agile Methoden lernen

Das Format zieht, das Interesse ist sehr groß und der Wille auch, sich in seiner Freizeit mit Themen wie Python, Chatbots, agile Methoden, Javascript, Apps bauen und auch Buzzwords Bingo (um einfach nur mitsprechen zu können) zu beschäftigen. Und einfache Einstiege zu zeigen. So wurden zum Beispiel die Chatbots mit Scratch gebaut, einer Programmiersprache für Kinder, die wir auch in unseren Workshops für Kids nutzen. Das ermöglicht schnelle Einblicke und erste Erfolge, ohne dass man selbst die Syntax einer Sprache beherrschen muß. Für einen Einblick in die Funktionsweise reicht das allemal. Zeit genug war auch da. Jede Teilnehmerin konnte sich für zwei Workshops anmelden. Die Workshops waren jeweils 2,5 Stunden lang. Man hatte also ausreichend Zeit sich mit den Themen zu beschäftigen.

Agile Methoden – mit Lego verstehen

Eine schöne Idee war es auch, Lego zu benutzen, um die Beschäftigung mit agilen Methoden zum einen anschaulicher und zum anderen spielerischer zu gestalten. Nicht nur für Anfänger, auch ich habe noch einmal einiges Mitgenommen. Wir arbeiten ja schon seit vielen Jahren mit agilen Methoden und führen unsere Kunden an diese ran. Mir hat der Workshop einmal wieder klar gemacht, wie groß der Unterschied zwischen der agilen Welt und der häufig realen nicht-agilen Welt ist. Und da geht es nicht um die Prozesse, es geht viel mehr um die Werte, die den agilen Prozessen ursprünglich zugrunde liegen.

Agile Methoden und Wertesystem

Agile Methoden und Wertesystem


Vielen Dank also an die Organisatoren und Workshop-Leiterinnen. Das Interesse zeigt, dass solche Veranstaltungen und der Einstieg in technische Themen gefragt sind. Wer also beim nächsten mal reinschnuppern möchte: die developher ist ein prächtiger Einstieg.