Unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Webseiten- und Softwareentwicklung hat uns eins geleert: wir wissen nicht ob und wie ein Nutzer unsere Neuentwicklungen wirklich versteht. Es gibt sehr gute Verfahren und Methoden das Nutzerverhalten zu untersuchen – Usability Testing ist schon lange eine anerkannte und erfolgreiche Methode. Unsere Empfehlung: schauen Sie sich das Verhalten Ihrer Nutzer so früh wie möglich an, lange bevor ein Entwickler die erste Codezeile schreibt.

Wann ist der beste Moment für einen Usabilitytest?

Sobald die erste Idee skizziert ist, lohnt sich ein Test. Schon mit Wireframes kann man sehr gute Ergebnisse erreichen und schnell und ohne große Aufwände feststellen. Was man benötigt: eine präzise Vorstellung vom erwarteten Ergebnis, also eine Hypothese zum Nutzungsverhalten. Hier entfachen sich insbesondere zum Start von Projekten gern längere Diskussionen. Denn einerseits wird schnell klar: sich widersprechende Ziele können nicht erreicht werden. Die Projektentwickler müssen sich also darüber einig sein, was sie überhaupt erreichen wollen. Es ist sehr gut, diese Debatte so früh wie möglich im Projekt zu führen und früh unterschiedliche Ziele zu erkennen. Unterm Strich: es lohnt sich also auch für die Zukunft frühzeitig eine Hypothese über das Nutzungsverhalten aufzustellen und Einigkeit darüber im Team zu erzeugen. Sobald ein erster Wurf da ist, empfiehlt sich ein Nutzertest.

Was teste ich eigentlich?

Es lassen sich verschiedene Szenarien denken. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Im agilen Prozess entwickelt sich das Wissen über das Nutzerverhalten langsam mit der Weiterentwicklung des Projektes weiter. Genügt es Eingangs, überhaupt erstmal ein paar Skizzen zu testen, möchte man später eventuell unterschiedliche Ansätze miteinander vergleichen. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Und realistisch betrachtet: auch das Budget (Zeit und Geld) spielt eine Rolle. Die besten Ergebnisse haben wir mit Vergleichstests erzielt. Allerdings nur dann, wenn die unterschiedlichen Versionen tatsächlich unterschiedliche Ansätze der Problemlösung darstellten. Wenn es eine Grundidee gibt an der weitergearbeitet werden soll, benötigt man solche Vergleiche nicht. Man erhält ausreichend Input vom testen der Grundidee.
Das Testmaterial kann ein Prototyp auf Ausdrucken sein, eine Slideshow der Designentwürfe oder ein Klickdummy – je nach Projektfortschritt.

Wie viele Nutzer muß ich befragen?

Bei qualitativen Tests erhält man erstaunlich schnell gute Ergebnisse. 5-10 Interviews für einen Anwendungsfall genügen aus unserer Ansicht, wenn die Zielgruppe passt. Wenn man keine Vergleichsentwürfe testet. Bei Vergleichen empfehlen wir 5-10 Entwürfe pro Anwendungsfall.

Wie kann Ihnen der Digitale Umbruch helfen?

Wir unterstützen alle Testszenarien. Vom kleinen Test den wir selbst durchführen bis hin zur umfangreichen Untersuchung durch Sozialwissenschaftler mit hochprofessionellen Videoauswertungen und statistischen Bewertungen. Kleine Befragungen führen wir hier in unseren Räumen durch. Wir nehmen dabei die Tests auf und werten sie im nachhinein aus. Schreiben Sie uns gern an, wir finden eine individuelle Lösung für Ihr optimales Usability Testing.